Digitalfunk

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Technische Einführung Digitalfunk

Die Einführung des Digitalfunks für alle „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ (BOS) in Deutschland ist auch in Nordrhein-Westfalen das größte technische Modernisierungsprojekt mit einer Vielzahl von technischen und organisationsübergreifenden Aufgaben. Hierzu wurde beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW (LZPD NRW) das Projekt „Technische Einführung Digitalfunk“ mit abteilungsmäßigem Status eingerichtet.

110 Leitstellen bei Feuerwehr und Polizei müssen an die neue Technik angepasst werden. 422 Feuerwehren der Kommunen und Kreise, 96 Werksfeuerwehren, 50 Polizeibehörden und die Hilfsorganisationen sind in den BOS Digitalfunk zu überführen.

Polizei sowie Hilfsorganisationen und -dienste rüsten dazu 26.000 Fahrzeuge um und tauschen etwa 100.000 Funkgeräte aus, damit die mehr als 170.000 Angehörigen der Hilfsdienste und 40.000 Polizisten den BOS Digitalfunk nutzen können – kurzum, eine große Herausforderung an die Behörde.

Fachleute halten bei der technischen Umsetzung mit Unterstützung des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW (BLB NRW) die Fäden in der Hand. Ihre Aufgabe ist die technische Einführung des Digitalfunks für alle BOS in NRW im Einklang mit der bundesweiten Einführung.

Grundlage für die Einführung des Digitalfunks ist neben dem Aufbau von Basisstationen die Anbindung von Liegenschaften an die neue Technik. Eine besondere Herausforderung stellt der Aufbau der grenzüberschreitenden Kommunikation mit den Sicherheitsbehörden der Nachbarländer Belgien und Niederlande dar.

Um den BOS Digitalfunk auch nach der Errichtung weiter betreiben und instand halten zu können, müssen neben der Einführung auch die dazu notwendigen organisatorischen Strukturen innerhalb des Landes NRW geplant, aufgebaut und betrieben werden. Dazu gehört die autorisierte Stelle des Landes NRW mit dem Control Center für den BOS Digitalfunk beim LZPD NRW, ebenso wie vorhaltende und taktisch-technische Betriebsstellen innerhalb der polizeilichen und nichtpolizeilichen Landesorganisation.


Digital statt analog

In Deutschland wird ein einheitliches Digitalfunknetz für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) aufgebaut. Einfacher, sicherer und zielgerichtet: Auch die Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen werden bei Großereignissen oder im Katastrophenfall die Vorteile der digitalen Kommunikation nutzen.

Einfache und schnelle Kommunikation ist für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste unverzichtbar, nicht nur bei Großereignissen wie der Fußball-Weltmeisterschaft oder dem Weltjugendtag, sondern auch im Katastrophenfall.

Die für die Gefahrenabwehr in Nordrhein-Westfalen zuständigen Stellen brauchen daher den Digitalfunk, der nicht nur effizienter als der Analogfunk ist, sondern auch sicherer, zielgerichteter einsetzbar, besser in der Übertragungsqualität und nicht zuletzt einfacher zu handhaben.

Hier finden Sie alles Wissenswerte zum Digitalfunk in Nordrhein-Westfalen: Gesamtprojektleitung Ministerium für Inneres und Kommunales

© Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW