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In diesem Bereich finden Sie Informationen über: Verkehrssicherheitstag Münster: Vor Kindergärten und Schulen langsam fahren!, Oberbergischer Kreis, Bielefeld und Korschenbroich bekommen Landespreis "Innere Sicherheit"

Verkehrssicherheitstag Münster: Vor Kindergärten und Schulen langsam fahren!

Mit dem Verkehrssicherheitstag in Münster wurde der dritte Teil der landesweiten Anti-Raser-Kampagne „Komm gut an! Sieger rasen nicht!“ gestartet. In den nächsten Monaten überwacht die Polizei verstärkt die Geschwindigkeit innerhalb von Ortschaften. Dabei klärt sie Verkehrssünder, beispielsweise mit Schockvideos, über die Gefahren für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer auf.

Die Kampagne wird von der deutschen Degen-Olympiasiegerin Britta Heidemann unterstützt. Sie weiß: „Mit Raserei hat niemand eine Chance. Damit gefährdet man sich und andere. Nur mit Besonnenheit schafft man es zum Sieg und ans Ziel.“ Die Kampagne soll dazu beitragen, die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle und die schweren Folgen zu verringern.

Im ersten Halbjahr 2010 kamen landesweit innerorts bereits 29 Menschen wegen zu schnellem Fahren ums Leben. Damit war mehr als jeder vierte Verkehrstote (27%) in den Städten Opfer von zu hoher Geschwindigkeit. Rasen bedeutet zu schnell an Kindergärten Schulen und Altenheimen zu fahren. Zu schnell ist, wer nicht mehr rechtzeitig bremsen kann, wenn plötzlich ein Kind auf die Straße läuft. Denn dort, wo man mit 30 km/h bereits zum Stehen kommt, fängt man mit 50 km/h erst an zu bremsen. Ursache für mehr als 35 Prozent aller Verkehrstoten in NRW ist zu hohe Geschwindigkeit. Im Jahr 2009 starben deswegen 229 Menschen, in den ersten sechs Monaten 2010 waren es 107.

Besonders gefährdet sind die sogenannten schwachen Verkehrsteilnehmer. Deshalb darf an Kindergärten, Schulen und Altenheimen nicht gerast werden, so der Appell an alle Auto- und Motorradfahrer. Die Wahrscheinlichkeit für einen Fußgänger, den Zusammenstoß mit einem 50 km/h schnell fahrenden Auto zu überleben, liegt bei 20 Prozent.


Oberbergischer Kreis, Bielefeld und Korschenbroich bekommen Landespreis "Innere Sicherheit"

Um das Wohl von Kindern und Jugendlichen haben sich die drei Ordnungspartnerschaften im Oberbergischen Kreis, in Bielefeld und Korschenbroich verdient gemacht. "Die Projekte haben sich erfolgreich um unsere Kinder und Jugendlichen gekümmert", lobte Innenminister Ralf Jäger und wies darauf hin: "Es ist wichtig, sich frühzeitig um gefährdete Kinder und Jugendliche zu kümmern, damit sie nicht auf die schiefe Bahn geraten. Deshalb investiert die Landesregierung in ein Präventionskonzept aus einem Guss."

Der seit 2003 ausgeschriebene jährliche Landespreis wird an besonders kreative und effektive Ordnungspartnerschaften verliehen. Sie sind mittlerweile fester Bestandteil einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Polizei, Verwaltung, Politik, Schulen und gesellschaftlichen Gruppen sowie Verbänden in den Städten, Gemeinden und Kreisen des Landes. Der Minister hob die große Bandbreite der vielen Ordnungspartnerschaften hervor, die von hohem Engagement und Ideenreichtum zeugten. "Der weitere Ausbau dieser erfolgreichen Netzwerke für die Sicherheit der Menschen in NRW ist ein wesentlicher Baustein unserer Sicherheitspolitik."

Die Gewinner des Landespreises "Innere Sicherheit" 2010 sind:

Oberbergischer Kreis: Emanzipatorische Jugendarbeit (em-jug)

Das Langzeitprojekt "Emanzipatorische Jugendarbeit" im Oberbergischen Kreis - kurz "em-jug" - hat mit seiner vorbeugenden Arbeit gegen Gewaltphänomene in unserer Gesellschaft Erfolg. Die von der Polizei, der Volkshochschule Oberberg und des Dachverbandes der Polizeisportvereine Deutschland abgestimmten pädagogischen Konzepte helfen nachhaltig, Kinder und Jugendliche stark zu machen. Präventionstrainings bewahren sie davor, weder Opfer noch Täter zu werden. Eltern und pädagogisches Personal werden speziell geschult, konsequent zu intervenieren und Normen und Werte zu vermitteln, die zu einem sozialen und gewaltfreien Miteinander führen.

Die pädagogischen Angebote zur Gewaltprävention wie etwa das spielerische Erlernen von gewaltfreier Konfliktlösung, Selbstsicherheits- und Konflikttrainings begleiten die Kinder nachhaltig vom Kleinkind- bis zum Erwachsenenalter. Eltern erhalten darüber hinaus Unterstützung durch Informationsveranstaltungen und Seminare.

Das Schulprojekt "Mut tut gut" hat sich bei "em-jug" bewährt und ist mittlerweile Standard im Unterricht aller Grundschulen in NRW.

Bielefeld: Surfen mit SIN(N)

"Surfen mit SIN(N)" in Bielefeld klärt über die potenziellen Gefahren im Internet auf und zeigt, wie man sich im weltweiten Datennetz sicher bewegt. Die Abkürzung SIN steht dabei für "Sicherheit im Netz". Bei 260 Veranstaltungen erreichte das Projekt bisher rund 7.000 Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer. Themenschwerpunkte sind der Mindestschutz bei Chats, Online-Shopping oder Internet-Auktionen, die Legalität von Downloads und Tauschbörsen sowie mögliche strafbare Handlungen beim Surfen.

Das "Medienzentrum der Stadt Bielefeld und Lehrerfortbildung NRW", die Polizei und die Lehrerinnen und Lehrer der Bielefelder Schulen bündeln als Projektpartner ihre Erfahrungen mit der Internetkriminalität für ein wirksames Handeln zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet. Unterstützt werden sie unter dem Dach des "Sozial- und Kriminalpräventiven Rates der Stadt Bielefeld" unter anderem durch den "Anwaltsverein" und den Internet Service "Marcant".

Für diese positive Präventionsarbeit wurde der Ordnungspartnerschaft auch der "Preis der Medienberatung 2011" durch das Schulministerium verliehen.

Korschenbroich(Rhein-Kreis Neuss): Verhütung und Bekämpfung des Jugendvandalismus

Das ganzheitliche und umfassende Handlungskonzept der Ordnungspartnerschaft zwischen der Stadt Korschenbroich, weiterführenden Schulen, Jugendamt und Polizei hat zu einem deutlichen Rückgang von Vandalismus durch Jugendliche geführt.

2006 beeinträchtigte eine Gruppe von Jugendlichen erheblich das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Das Netzwerk hat dem durch verschieden Maßnahmen, wie zum Beispiel gemeinsame Streifen von Kommunalem Ordnungsdienst und Polizei, gezieltes Ansprechen der Jugendlichen und Einbeziehung der Eltern sowie Einbindung der Jugendlichen in die Kultur- und Jugendarbeit entgegengewirkt.

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