Schale mit Drogen

Kriminalprävention

Kriminalprävention, Drogen und Sucht, Taschendiebstahl, Einbruch- und Diebstahlschutz

Kriminalprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und erfordert ein übergreifendes Gesamtkonzept. Nicht nur die Polizei, sondern auch andere staatliche und nichtstaatliche Stellen, Wirtschaft, Medien sowie Bürgerinnen und Bürger selbst müssen dabei Verantwortung übernehmen und eigene Beiträge leisten.

Polizeiliche Kriminalprävention ist auf das Ziel der Reduzierung von Straftaten und Opferzahlen sowie von individueller Opfervermeidung ausgerichtet. Maßnahmen der polizeilichen Kriminalprävention zielen vorrangig auf das Reduzieren von Tatgelegenheiten Sie erfolgen auf der Grundlage fachlicher Standards.

In Rahmen der allgemeinen Aufgabenwahrnehmung wirkt die Polizei präventiv durch:

  • zielgerichtete sichtbare Präsenz an Kriminalitätsbrennpunkten und in Angsträumen
  • eine konsequente Reaktion auf Rechtsverletzungen
  • eine angemessene Verfolgungsintensität auch bei Massendelikten
  • ein konsequentes Einschreiten in Fällen häuslicher Gewalt
  • mit anderen Aufgabenträgern abgestimmte Interventionskonzepte gerade bei jugendlichen Intensivtätern und
  • eine schnelle Aufklärung von Straftaten

Information und Beratung in allen Polizeibehörden

Die Kommissariate Kriminalprävention/Opferschutz der Kreispolizeibehörden sind unmittelbare Ansprechpartner, wenn es darum geht, einen Rat zur Kriminalprävention und zum Opferschutz zu erhalten. Ihre Spezialisten informieren und beraten zu allen Fragen der Kriminalprävention:

  • sie geben Hinweise, wie man sich davor schützen kann, Opfer bestimmter Straftaten zu werden oder wie zumindest die Wahrscheinlichkeit, Opfer zu werden, herabgesetzt werden kann,
  • sie informieren über illegale und legale Suchtmittel, Drogenkriminalität, Folgen von Suchtmittelmissbrauch und vermitteln Ratsuchende an Hilfeeinrichtungen,
  • sie informieren über Sicherungstechnik für Wohnungen und Häuser und geben zum Eigenschutz Informationen rund um den Einbruch,
  • sie klären über Ursachen und Besonderheiten der Jugendkriminalität auf,
  • sie arbeiten bei Präventionsthemen mit anderen Behörden und Institutionen, z. B. mit Schulen, zusammen und wirken in fachübergreifenden Präventionsprojekten mit ihrer polizeispezifischen Sachkunde mit,
  • sie qualifizieren Lehrer in den Schulen.

Unterstützung durch das Landeskriminalamt
Dem Landeskriminalamt kommt eine besondere Rolle zu. Dort ist ein Dezernat für Kriminalprävention eingerichtet, das sich unter den Aspekten der Auswertung und Analyse allgemein mit Fragen der Vorbeugung befasst und bei der Bekämpfung der Jugend- und Drogenkriminalität eine zentrale Rolle übernommen hat. Es berät und unterstützt die Polizeibehörden bei der Planung und Wirksamkeitsüberprüfung von polizeilichen Projekten.

Kriminalpräventive Räte
Die fachliche Kompetenz wird in so genannten „Kriminalpräventiven Räten“ vor Ort, also in den Städten und Gemeinden, gebündelt. In vielen Fällen sind dies Gremien, die als Lenkungsgremien eingerichtet sind und dem persönlichen Engagement von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern oder Leiterinnen bzw. Leitern von Kreispolizeibehörden unterstehen.

Die Aufgabe der Kriminalpräventiven Räte besteht darin, örtliche Problemfelder zu erkennen, Konzepte mit anderen Präventionsträgern auf den Weg zu bringen oder spezielle themenbezogene Projektgruppen einzurichten und die Ergebnisse auszuwerten.

Landespräventionsrat
Nordrhein-Westfalen geht mit dem gesellschaftsübergreifenden Landespräventionsrat neue Wege der Kriminalprävention und setzt einen Schwerpunkt bei der Ursachenbekämpfung. An dieser wichtigen Arbeit beteiligen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Medien, Politik, Verwaltung, Kommunen, Kirche und Gesellschaft.

Das Gremium berät die Landesregierung wissenschaftlich und vermittelt ihr praktische Erfahrung aus der Präventionsarbeit. Es bündelt die Arbeit möglichst vieler gesellschaftlicher Gruppen und Verbände mit Blick auf bestimmte Zielgruppen und regt Projekte an.

Der fachübergreifende Landespräventionsrat unter Federführung des Justizministeriums NRW vernetzt und unterstützt zudem auf Landesebene die gute Arbeit sowie die vielfältigen Ansätze der örtlichen Initiativen. Er ist gleichzeitig Ansprechpartner der von Bund und Ländern gegründeten Stiftung „Deutsches Forum für Kriminalprävention“ mit Sitz in Berlin.

Weitere Informationen und persönliche Beratungen sowie die hier eingestellten Medien erhalten Sie in einer gedruckten Version bei Ihrer örtlichen Polizeilichen Beratungsstelle.


Drogen und Sucht

Die polizeiliche Drogenprävention in Nordrhein - Westfalen ist integrativer Bestandteil der landesweiten Suchtprävention. Innerhalb des vorherrschenden institutionsübergreifenden ursachenorientierten Präventionsansatzes bringt die Polizei ihre berufsspezifische Sachkenntnis ein, insbesondere im Hinblick auf stoffkundliche, kriminologische und kriminalistische Aspekte.

Im Wissen um die vielfältigen Ursachen und Bedingungen potenzieller Suchtgefahren und der Erkenntnis, dass die Institution Polizei dabei am Ende einer Kette von Entstehungsbedingungen steht, orientieren sich die regionalen Aktivitäten der Kommissariate Kriminalprävention/Opferschutz der Kreispolizeibehörden NRW maßgeblich an gesamtgesellschaftlichen Konzepten innerhalb der bestehenden Netzwerke.

Der gesamtgesellschaftliche ursachenorientierte Ansatz in Nordrhein-Westfalen wird grundlegend durch den neuen "Aktionsplan Drogen und Sucht" der Bundesregierung bestätigt. Dieser wurde am 25. Juni 2003 im Kabinett verabschiedet und löst den seit 1990 bestehenden "Nationalen Rauschgiftbekämpfungsplan" ab. Der Aktionsplan gibt die bundesweite Strategie vor, auf deren Grundlage die Suchtprobleme in der Gesellschaft in den nächsten 5 - 10 Jahren bekämpft werden sollten. Er bezieht die aktuellen Erkenntnisse aus Forschung und Praxis ein und orientiert sich am bestehenden Drogenaktionsplan der Europäischen Union (2000-2004). Der "Aktionsplan Drogen und Sucht" ist richtungsweisend und dient der allgemeinen Orientierung für alle mit dem Thema Suchtprävention befassten Institutionen.

Schwerpunkt des neuen "Aktionsplans Drogen und Sucht" ist die Bekämpfung der Abhängigkeit von legalen Suchtmitteln, vor allem im Hinblick auf die Reduzierung des Tabak- und des riskanten Alkoholkonsums.

Auch die Polizei NRW geht bereits seit einigen Jahren von einem erweiterten Drogenbegriff aus und setzt gezielte Aktionen und Projekte um bzw. initiiert sie im Rahmen der regional bestehenden Präventionsnetzwerke. Ein Schwerpunkt liegt hierbei in dem sich kriminalitätsbegünstigend auswirkenden missbräuchlichen bzw. übermäßigen Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen.

Weitere Informationen erhalten Sie über das Kommissariate Kriminalprävention/Opferschutz Ihrer Polizeibehörde.


Taschendiebstahl

Jede(r) kann Opfer eines Taschendiebstahls werden. Erfahrungsgemäß stehen jedoch alte und behinderte Menschen, Frauen mit Handtasche, Kinderwagen oder Einkaufswagen und alle Personen, die Gepäck, Taschen oder Einkaufstüten tragen, bevorzugt im Blickfeld der Taschendiebe.

Brennpunkte des Taschendiebstahls sind überall da, wo viele Menschen zusammenkommen und Gedränge herrscht, wie in:

  • in öffentlichen Verkehrsmitteln mit Haltestellen und Bahnhöfen
  • in Einkaufszentren mit Fußgängerzone
  • in Kaufhäusern, Supermärkten, Märkten aller Art
  • bei Großveranstaltungen, Messen, Volksfesten.

Taschendiebe gehen meist in Teams von mehreren Tätern arbeitsteilig vor. Ein Täter lenkt das Opfer ab, der andere "zieht" die Beute, weitere decken die Tat und nehmen das Gestohlene an sich. Sie nutzen vorhandenes und selbst verursachtes Gedränge oder täuschen auch Notlagen bzw. Hilflosigkeit vor, wobei Verständigungsprobleme diesen Eindruck verstärken. Neben Erwachsenen treten genauso häufig Kinder und Jugendliche als Täter auf.

PDF Icon Präventionstipps zum Thema Taschendienstahl

 

Entwendung von Mobiltelefonen

Mobiletelefone, besonders Smartphones, sind für Täter ein immer beliebteres Diebesgut. Eine Ursache hierfür dürfte die zunehmende Verbreitung hochwertiger Smartphones und die damit verbundene Steigerung der Tatgelegenheiten sein. Aber nicht nur mit dem Handy selbst, sondern auch mit den darauf gespeicherten Daten können die Täter schnelles Geld machen. Durch Unachtsamkeit und Sorglosigkeit der Bürgerinnen und Bürger ist es den Tätern möglich, schon durch einfachen Diebstahl, leichte Beute zu machen. Richtiges Verhalten und ein guter technischer Schutz können Bürgerinnen und Bürger bewahren, Opfer einer solchen Straftat zu werden. Das Faltblatt "Handy weg, was nun?" weist auf Sicherungsmöglichkeiten und Verhaltenstipps im Umgang mit dem Handy hin und dient als Hilfestellung beim Verlust des Handys. 

PDF Icon Faltblatt "Handy weg, was nun?"
 

Spendensammler und Raub am Geldautomaten 

Seit geraumer Zeit werden in Nordrhein-Westfalen vermehrt Betrügereien durch Vortäuschen einer Sammlung soziale Zwecke begangen. Bei günstiger Tatgelegenheit werden die Betrogenen auch noch bestohlen. Die Täterinnen und Täter suchen gezielt Personen aus, um deren Spendenbereitschaft auszunutzen und sprechen ihre Opfer in Fußgängerzonen, Außengastronomien und auf Parkplätzen an. Sie scheuen auch nicht davor zurück, Straftaten in Geschäften, Büros, Supermärkten und Geldinstituten zu begehen. Den Geschädigten werden Klemmbretter mit Spendenlisten vor das Gesichtsfeld gehalten um unter diesem Sichtschutz aus der noch von der Spende geöffneten Geldbörse das Papiergeld zu entwenden.
Mittlerweile suchen die zunehmend jüngeren Täterinnen und Täter vornehmlich Opfer, die gerade Bargeld an einem Geldautomaten abheben. In einigen Fällen wurden die Opfer während des Auszahlungsvorganges am Geldautomaten beraubt.

PDF Icon Präventionstipps zu Spendensammlern und Raub am Geldautomaten

  
Einbruch- und Diebstahlschutz

Ein Einbruch in die eigenen vier Wände bedeutet für viele Menschen, ob jung oder alt, einen großen Schock. Die Erfahrung der Polizei zeigt, dass man sich davor schützen kann. Eine Vielzahl der Einbrüche kann durch richtiges Verhalten und eine aufmerksame Nachbarschaft kombiniert mit geeigneten sicherungstechnischen Einrichtungen verhindert werden.

Bei Mehrfamilienhäusern wird überwiegend über die Wohnungseingangstüren eingebrochen. Bei Einfamilienhäusern sowie den unteren Etagen von Mehrfamilienhäusern hingegen erfolgt der Einbruch vorwiegend über Fenster und Fenstertüren.
Weit über die Hälfte der Fenster, Fenstertüren und Türen werden mit einfachen Hebelwerkzeugen aufgebrochen, oder je nach Gelegenheit auf andere Weise mit einfachen Hilfsmitteln geöffnet.

Ermöglicht wird dies dadurch, dass übliche Fenster und Türen nahezu keine Einbruch hemmende Wirkung besitzen oder sie nicht bestimmungsgemäß ge- bzw. verschlossen sind.

Daher empfiehlt Ihnen die Polizei in den Adressennachweisen von Errichterunternehmen für

Fachunternehmen, die die Voraussetzungen dafür bieten, den Einbruchschutz durch sicherungstechnisch und handwerklich fachgerechte Planung, Montage und Instandhaltung zu verbessern.

Kostenlose Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer kriminalpolizeilichen Beratungsstelle.

Detaillierte Informationen rund um das Thema Einbruchschutz erhalten Sie unter www.riegelvor.nrw.de

Das Landeskriminalamt NRW hat einige praktische Tipps zur Einbruchsprävention zusammengestellt. Die Tipps sind als PDF-Dokument  in deutsch, und auch in türkisch zum herunterladen verfügbar.

PDF Icon Präventionstipps Wohnungseinbruch


Sicherheit von Smart Home und Connected Home


Nicht nur die Unterhaltungselektronik, sondern auch alle Arten von Haushaltsgeräten, automatisierte Beleuchtung, Schließsysteme, Türen, Tore, Fenster, Rollläden, Markisen und die Heizungssteuerung werden zunehmend mit digitalen Steuerelementen ausgestattet. Digitale Signale können aber auch durch Angriffe Dritter „mitgelesen“, manipuliert und damit für illegale Zwecke wie Ausspähen der Wohnungsinhaber, Sabotage und Einbruch genutzt werden. Mit geeigneten Schutzmaßnahmen schieben Sie solchen Angriffen den „digitalen Riegel“ vor.
Das Landeskriminalamt NRW, die VdS Schadenverhütung GmbH und die SmartHome Initiative Deutschland e.V. möchten Sie über mögliche Gefahren und Schutzmöglichkeiten im Hinblick auf digital gesteuerte und vernetzte Systeme informieren.
Mehr dazu erfahren Sie in dieser Broschüre  PDF Icon Empfehlungen zur Sicherheit von Smart Home und Connected Home

Zudem hat das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen zusammen mit der VdS Schadenverhütung GmbH, dem Verein SmartHome Initiative Deutschland und dem Institut für Internetsicherheit der Fachhochschule Gelsenkirchen PDF Icon Sicherheitsempfehlungen für Hersteller, Fachhändler und Handwerker erstellt.
 

Metalldiebstahl

Für Diebe sind Metalle aller Art eine lohnende Beute: Die steigende Nachfrage auf den Weltmärkten treibt die Metallhandelspreise hoch. Deshalb lässt sich die Beute gut absetzen und zu Geld machen. Nahezu alle Gegenstände aus Metall werden gestohlen, die Palette reicht von Grableuchten, Hausnummern und Dachrinnen bis hin zu tonnenschweren Metallladungen. Die Täter suchen hierzu beispielsweise Büro- oder Firmengelände, Baustellen, Kiesgruben und sogar Friedhöfe heim, um an das Diebesgut zu gelangen. Vor allem, wenn Objekte oder Gelände nicht genügend gesichert sind, haben Diebe oft leichtes Spiel. Das Landeskriminalamt NRW Informationen zum Phänomen und Verhaltenstipps für Jedermann und Gewerbetreibende zusammengestellt. Diese können hier heruntergeladen werden:

PDF Icon Präventionstipps Metalldiebstähle
 

Betrügerische Schockanrufe

 
Seit einiger Zeit häufen sich in NRW „Schock-Anrufe" skrupelloser Betrüger bei russischsprachigen, vor allem älteren Mitbürgern, um sie um ihre Ersparnisse zu bringen.
Das Landeskriminalamt NRW warnt vor diesen betrügerischen Schockanrufen und gibt folgende Hinweise:
 
PDF Icon Präventionstipps zu Schockanrufen, zweisprachig
 
 

Fahrraddiebstahl


Die Sonne lacht, Ausflüge sind verlockend und viele Menschen holen ihre geliebten Räder wieder aus Garagen, Kellern und Schuppen. Und auch die Diebe freuen sich auf diese lukrative Zeit. Hier die wichtigsten Präventionstipps für Bürger.
Die Präventionstipps für Bürger und ein einfacher Fahrradpass können hier heruntergeladen werden.

PDF Icon Präventionstipps Fahrraddiebstahl

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