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Deutsche Fans verhalten sich nach Ausscheiden in Marseille friedlich

8.7.2016: LZPD-Direktor Rainer Pannenbäcker: "Konzept zur Verhinderung von Gewalttätigkeiten ist aufgegangen"

Nach dem Ausscheiden der Deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballeuropameisterschaft in Marseille haben sich die deutschen Fans am Spielort friedlich verhalten. Es gab bis Freitagnacht keine gravierenden Zwischenfälle. "Unser Konzept zur Verhinderung von Gewalttätigkeiten bei der Europameisterschaft 2016 ist aufgegangen", sagte der Direktor des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD), Rainer Pannenbäcker heute (8.7.) in Duisburg. Die deutsche Gewalttäterszene war insbesondere in der Gruppenphase mit bis zu 300 Personen zu den Spielorten gereist. Bis auf eine Auseinandersetzung deutscher Störer mit ukrainischen Fans in Lille blieb es bei allen Spielen friedlich. "Wir haben das Störerklientel gezielt angesprochen", sagte Polizeioberrat Uwe Ganz, Leiter der deutschen Polizeidelegation in Frankreich, heute in Marseille. "Den Gewalttätern war klar: Die deutsche Polizei ist vor Ort." Insgesamt unterstützten die deutsche Mannschaft bei ihren Spielen bis zu 20.000 friedliche Fans in den Stadien an den Spielorten. 

Im Vorfeld und während der Europameisterschaft hatten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte in ganz Deutschland über 900 sogenannter Gefährderansprachen durchgeführt. "Die Beamten haben das Klientel persönlich angesprochen und klargemacht: Bleibt besser zu Hause, denn die deutsche Polizei hat euch im Blick", erläuterte Rainer Pannenbäcker. 17 Personen wurden außerdem mit reisebeschränkenden Maßnahmen wie Pass- oder Meldeauflagen belegt. Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) hatte den Einsatz der zwölfköpfigen Polizeidelegation in Frankreich koordiniert. Sie ist Teil des LZPD. Die Delegation reist am Sonntag zurück nach Deutschland.
 

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