Polizeihubschrauber

Wasser, Luft und Autobahn

Die Autobahnpolizei, die Polizeifliegerstaffel, die Wasserschutzpolizei

Die Polizeifliegerstaffel

Ob bei der Suche nach Vermissten, der Fahndung nach Bankräubern oder bei Umweltdelikten - die Piloten der Polizeifliegerstaffel haben den Überblick und unterstützen ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Luft. 
 
Dies geschieht am Tag, aber auch in der Nacht, und dann mit besonderer Effektivität, da mit Nachtsichtgeräten und Wärmebildkameras oftmals aus der Luft Details erkannt werden können, die den eingesetzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten am Boden verborgen bleiben. So können die Wärmebildkameras Temperaturunterschiede von weniger als 1 Grad Celsius am Boden oder auf Wasser erkennen.
Nach Abschluss der Ausbildung und Verwendung in anderen polizeilichen Funktionen kann eine Bewerbung zur Fliegerstaffel erfolgen. Das Bestehen eines umfangreichen Auswahlverfahrens ist dann die Voraussetzung für eine Versetzung zur Fliegerstaffel.

 

Die Autobahnpolizei

Die Autobahnpolizei ist keine eigenständige Polizeibehörde. Für polizeiliche Maßnahmen auf dem Autobahnnetz in Nordrhein-Westfalen sind die fünf Polizeibehörden Köln, Düsseldorf, Dortmund, Münster und Bielefeld zuständig.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen betreut rund 2.200 km Autobahnen und autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraßen. Dazu gehören auch eine Vielzahl von Rastplätzen sowie Tank- und Rastanlagen.
Die räumliche Zuständigkeit in diesem weit verzweigten Straßennetz, in dem die Polizei zahlreiche Autobahnpolizeiwachen unterhält, liegt bei den oben aufgeführten Behörden, die jeweils eigene Direktionen „Autobahnpolizei“ unterhalten.
Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit ist die Verkehrsüberwachung, insbesondere hinsichtlich zu hoher Geschwindigkeit (Raser), zu geringen Abstands (Drängler) und der Ladungssicherheit.

Streifendienst
Der Streifendienst auf der Autobahn ist rund-um-die-Uhr im Einsatz. Zu seinen Aufgaben gehört neben der Verkehrsunfallaufnahme und der Absicherung und Beseitigung von Gefahrenstellen auch die Verkehrsüberwachung und die Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten.

Verkehrsdienst
Für technische Kontrollen, insbesondere von LKW, Bus und Gefahrguttransporten, unterhält die Autobahnpolizei Verkehrsdienste, in denen sich speziell geschulte Polizeibeamtinnen und -beamte auch der Überwachung der Lenk- und Ruhezeiten sowie der Ladungssicherung annehmen. Zur Verkehrsüberwachung verfügen sie über modernste Radar- und Videotechnik.
Der Verkehrsdienst ist auch immer dann gefragt, wenn gemeinsame Verkehrskontrollen mit anderen Behörden wie zum Beispiel dem Bundesamt für den Güterkraftverkehr, den Ausländer- oder Arbeitsämtern, den Veterinärämtern u.s.w. durchgeführt werden.

Einsatztrupp
Die zivilen Einsatztrupps richten ihr Augenmerk auf die Bekämpfung von Straftaten. Die überwiegend in zivil tätigen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte ermitteln und fahnden schwerpunktmäßig in den Bereichen Eigentumsdelikte (insbesondere bei Kraftfahrzeugen), Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (Einfuhrschmuggel) und Verstöße gegen das Ausländerrecht (illegale Einreise und Aufenthalt). Aber auch bei der Bekämpfung von Verkehrsstraftaten sind sie im Einsatz.

 

Die Wasserschutzpolizei

Der Zuständigkeitsbereich der Wasserschutzpolizei, die als Direktion dem Polizeipräsidium Duisburg zugeordnet ist, erstreckt sich auf alle schiffbaren Wasserstraßen in Nordrhein-Westfalen und streckenweise auch in Niedersachsen.
 
Die Polizeibeamtinnen und -beamten der Direktion Wasserschutzpolizei (WSP) sorgen für Sicherheit auf insgesamt ca. 900 Kilometern schiffbarer Wasserstraßen mit 260.000 Schiffsbewegungen pro Jahr.
Sie überwachen die Schifffahrt und die Reinhaltung der Gewässer und fühlen sich seit Jahrzehnten dem Umweltschutz verpflichtet. Beispiele dafür sind die Einrichtung des ersten Fachkommissariates für Umweltschutz im Bundesgebiet (1974) und die Ausweitung der Zuständigkeit auf die Naturschutzgebiete im Polizeibezirk der Behörde im Jahr 2002.
Neben den schiffbaren Wasserstraßen ist die WSP auch auf den damit unmittelbar in Verbindung stehenden Gewässern, z.B. Nebenarmen, Baggerlöchern und Seen in Nordrhein-Westfalen zuständig.
Der Rhein, die Weser, die Ems, die Ruhr bis Essen und die norddeutschen Kanäle gehören zu den zuständigen Wasserstraßen. Außerdem ist die Wasserschutzpolizei - geregelt durch Staatsvertrag - auf dem Mittellandkanal und dem Stichkanal-Osnabrück im Land Niedersachsen zuständig.

Bootsstreifendienst
Überwachung und Regelung des Schiffsverkehrs (einschließlich Sportbootverkehrs), Begleitung von Sondertransporten, anlassbezogene Durchführung von Schifffahrtssperren, Überwachung der Lade-/Löschvorgänge der Schiffe, Maßnahmen der Gefahrenabwehr im Bereich des Schiffsverkehrs in Zusammenarbeit mit den Wasser- und Schifffahrtsämtern (z.B. das Bergen vertriebener Tonnen, Absicherungsmaßnahmen bei Bauarbeiten oder Untiefen usw.)

Bekämpfung von Schiffsunfällen
Überwachung von Unfallbrennpunkten und Bekämpfung der Hauptunfallursachen unter örtlichen Aspekten wie Untiefen, Flusskrümmungen, Hafeneinfahrten und sonstigen Einmündungen, Schleusen usw., Fertigung und Bearbeitung entsprechender Vorgänge.

Durchführung von Schiffskontrollen
Überprüft werden: Ausrüstung, baulicher Zustand, Anzahl und Qualifikation der Besatzungsmitglieder, Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten, erforderliche Befähigungsnachweise der Schiffsführer (Patente), Schiffspapiere (Schiffsattest, Bordbuch, Genehmigung zum Transport bestimmter (Gefahr-)Güter, Prüfbescheinigungen für Gasanlagen, Feuerlöscher), Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften und vieles mehr. Darüber hinaus wird nach Personen und Sachen gefahndet.

Überwachung von Transport und Umschlag gefährlicher Güter
Kontrolle und Überwachung der besonderen Sicherheitsvorschriften für diese Transporte, Überprüfung der Ladungspapiere, der Ausrüstung, der baulichen Voraussetzungen der Schiffe und der notwendigen Qualifikation der Besatzung. Zudem wird der Umschlag dieser Güter überwacht und die Einhaltung der dabei geltenden Vorschriften land- und schiffsseitig kontrolliert.

Sicherheits- und Ordnungsdienst auf dem Wasser
Bei den gerade im Frühjahr und Sommer häufig vorkommenden Veranstaltungen, Regatten, "Rhein in Flammen", Hafenfesten usw., regelt die Wasserschutzpolizei den Schiffsverkehr, kontrolliert Auflagen und gewährleistet den ordnungsgemäßen Ablauf der Veranstaltungen.

Umweltschutz / Bekämpfung von Gewässerverunreinigungen
Überwachung der Gewässer, unter anderem durch eine enge Zusammenarbeit mit der Polizeifliegerstaffel bei gemeinsamen, regelmäßig stattfindenden Kontrolleinsätzen, Entnahme von Gewässerproben und Vergleichsproben bei Verunreinigungen, Überwachung der Schifffahrt unter Aspekten des Umweltschutzes (u.a. durch Kontrolle entsprechender technischer Einrichtungen auf Schiffen sowie der Altölabgabe), Aufnahme und Bearbeitung von Anzeigen, Ermittlung von Tatverdächtigen usw.
Zur Durchführung schifffahrts- und hafenpolizeilicher Vollzugsaufgaben führt die Wasserschutzpolizei ein Verzeichnis der Kleinfahrzeuge. Halter von Sportbooten können darüber leichter ermittelt werden.
Darüber hinaus ist die Wasserschutzpolizei auf Einsatzlagen aus besonderem Anlass kalendermäßig vorbereitet.

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