Verkehrsbericht 2009 des Polizeipräsidiums Düsseldorf

Am Montag, 08.02.2010, stellte das Polizeipräsidium Düsseldorf den polizeilichen Verkehrsbericht des vergangenen Jahres vor. Nachfolgend lesen Sie die zusammenfassende Rede von Polizeipräsident Herbert Schenkelberg anlässlich der Pressekonferenz zur Vorstellung des Verkehrsberichts.

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Pressekonferenz zum Verkehrsbericht 2009
Einführendes Statement von Polizeipräsident Herbert Schenkelberg
(es gilt das gesprochene Wort)



Anrede,

bevor Ihnen anschließend die Fachleute der Direktion Verkehr weiter gehende Informationen zu einer positiven Verkehrsunfallentwicklung in 2009 geben werden, erlauben sie mir einige einführende Bemerkungen:

Im Bereich der Stadt Düsseldorf haben sich die Gesamtunfallzahlen auf hohem Niveau stabilisiert; im Jahr 2009 ereigneten sich 26.425 Verkehrsunfälle (Vorjahr: 26.452).

Im Jahr 2009 starben in Düsseldorf 14 Menschen im Straßenverkehr (Vorjahr: 11).
Gott lob war kein Kind darunter; es starben aber 6 Senioren, davon 5 als Fußgänger und 1 als Radfahrer.
Bei den weiteren Verkehrstoten handelt es sich um 4 motorisierte Zweiradfahrer, 1 weiteren Radfahrer, 1 Pkw-Fahrer und 1 Fahrgast der Rheinbahn.

Deutlich rückläufig ist die Zahl der schwerverletzten Verkehrsteilnehmer (Gesamtzahl 2009: 314, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von
16,3 % bedeutet).
Diese Zahl ist die niedrigste seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahre 1955.

Die Zahl der Leichtverletzten sank um 1,8 % auf nunmehr 2.494.
Erfreulich ist auch die rückläufige Zahl der verletzten Kinder um 7 % auf nunmehr 332 (24 Schwerverletzte, 208 Leichtverletzte).

Wir hatten uns im Jahr 2009 vorgenommen, unsere Anstrengungen insbesondere für mehr Verkehrssicherheit der Fußgänger in unserer Stadt zu bündeln. Das ist im Rahmen von zahlreichen Aktionen, die wir gemeinsam mit unseren Partnern durchgeführt haben, auch gelungen.

Die statistischen Zahlen in diesem Bereich sehen wie folgt aus:
2009 starben 6 Menschen, die als Fußgänger unterwegs waren, davon 5 Senioren (Vorjahr: 8 getötete Fußgänger, davon 5 Senioren).

Die Zahl der verunglückten Fußgänger ging von 523 auf 445 (15 %) zurück, die Zahl der verunglückten Senioren ging von 90 auf 70 zurück (22 %).

Der festzustellende Rückgang ist aus meiner Sicht beachtlicht. Gleichwohl werden wir das Fußgängerprojekt auch 2010 fortsetzen.

Die Zahl der Straßenbahnunfälle ist im Vergleich zum Vorjahr zwar von 150 auf 128 gesunken, aber immer noch sehr hoch im Vergleich zu den Jahren 2006 und 2007 (99 bzw. 88).

Aufgrund von Straßenbahnunfällen starben 5 Verkehrsteilnehmer (Vorjahr: 2), die Zahl der Schwerverletzten stieg um 3 auf 25, die Zahl der Leichtverletzten reduzierte sich um 3 auf 105.

Im Vorjahr hatten wir Ihnen eine umfängliche Betrachtung bzw. genauere Untersuchung der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Straßenbahnen in Aussicht gestellt. Herr Vonstein bzw. Herr Drewes werden Ihnen anschließend erste Erklärungsansätze liefern.

Die Zahl der Unfallfluchten ist weiter gestiegen, allerdings werden
70 % der Unfallfluchten mit Personenschaden aufgeklärt.

Und bei den Unfällen unter Alkoholeinfluss verzeichnen wir einen Rückgang von mehr als 10 %.


Auf den gut 700 Kilometern Autobahnen in meinem Zuständigkeitsbereich, und das sind immerhin knapp 30 Prozent des gesamten Schnellstraßennetzes im Land, ist die Gesamtzahl aller Verkehrsunfälle mit 12.452 relativ konstant geblieben. Erfreulich ist der deutliche Rückgang der Unfälle an den Stauenden und der Verkehrsunfälle unter der Beteiligung von Lkw. Überhaupt ist die Zahl der Verunglückten, d. h. die Anzahl der Menschen, die bei Verkehrsunfällen auf den Autobahnen verletzt wurden, deutlich rückläufig.

Ich möchte dem Report zu den Unfallzahlen meiner Fachdirektion nicht zu sehr vorgreifen, deshalb bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit und gebe ab an den Direktionsleiter, Herrn LPD Vonstein.


Erstellt von: KlaKem am 09.02.2010

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