081020-3-K Alle zehn Minuten ein Verkehrsunfall – Bilanz vom Wochenende

Am vergangenen Wochenende ist es in der Zeit von Freitag bis Sonntag (17. Oktober, 06.00 Uhr – 19. Oktober 06.00 Uhr) auf Kölner Straßen zu einer Vielzahl von Verkehrsunfällen gekommen. Die Bilanz der Direktion Verkehr: 276 Verkehrsunfälle, davon 236 mal Sachschaden, 8 schwer- und 34 leicht Verletzte, eine getötete Frau (39). An 13 Unfällen waren Radfahrer beteiligt, zwei von ihnen flüchteten von der Unfallstelle.

Köln - 20.10.2008 - 15:50 - Am vergangenen Wochenende ist es in der Zeit von Freitag bis Sonntag (17. Oktober, 06.00 Uhr – 19. Oktober 06.00 Uhr) auf Kölner Straßen zu einer Vielzahl von Verkehrsunfällen gekommen. Die Bilanz der Direktion Verkehr: 276 Verkehrsunfälle, davon 236 mal Sachschaden, 8 schwer- und 34 leicht Verletzte, eine getötete Frau (39). An 13 Unfällen waren Radfahrer beteiligt, zwei von ihnen flüchteten von der Unfallstelle.

Der folgenschwerste Unfall ereignete sich am Sonntagabend. Der Fahrer (35) eines Citroen Berlingo kam aus bislang nicht geklärter Ursache in Köln-Worringen von der Neusser Landstraße ab und prallte mit der rechten Fahrzeugfront gegen einen Baum. Dabei wurde er schwer verletzt, seine 39 Jahre alte Ehefrau erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Zur Unfallaufnahme wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Ermittlungen zum Hergang des Verkehrsunfalls dauern zur Stunde noch an.

Lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten eine Fußgängerin (88) in Köln-Ehrenfeld (siehe Polizeibericht vom 19. Oktober, Ziffer 2) sowie eine 61 Jahre alte Radfahrerin aus Köln-Porz-Wahn. Die 61-Jährige war auf dem Radweg der Heidestraße in Richtung Wahnheide unterwegs, als sie an der Auffahrt zur BAB 59 von dem Wagen eines nicht ortskundigen Mannes (71) erfasst wurde.

Das unzulässige Wendemanöver eines Autofahrers (29) in Köln-Deutz sowie die Unachtsamkeit eines Kindes im Stadtteil Ostheim zwangen Busfahrer zu riskanten Bremsmanövern. Im Fall des 11-jährigen Jungen wurden zwei Frauen in dem Bus verletzt. Eine 52-Jährige musste sogar zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Durch die Notbremsung in Folge des Fahrmanövers des 29-Jährigen auf der Deutz-Mülheimer Straße wurden drei Menschen verletzt, darunter auch ein im Kinderwagen liegendes fünf Monate altes Mädchen.

Im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall in Köln-Mülheim am Sonntagabend (19. Oktober) sucht die Polizei den Fahrer eines Audi 80 (Baujahr 1994). Der bislang Unbekannte hatte gegen 22.40 Uhr auf dem Neurather Ring in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war dann auf die Gegenfahrbahn geraten. Nach einem Lenkmanöver war der Wagen offensichtlich nach rechts von der Straße in einen Grünstreifen abgekommen, hatte vor einer Kleingartenanlage mehrere Mülltonnen umgefahren und sich dann überschlagen. Letztlich war der Audi durch den Zaun der Gartenanlage gestoppt worden und auf dem Dach liegen geblieben.
Als Polizisten an dem Fahrzeugwrack eintrafen, fehlte von dem Fahrer jede Spur. Da eine schwere Verletzung des Unfallverursachers nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde das Gelände rund um die Unfallstelle mit Hunden abgesucht. An der Suche war auch ein mit Wärmebildkamera ausgestatteter Hubschrauber beteiligt.
Im Zuge der Ermittlungen an der Wohnanschrift des Fahrzeughalters in der Eifel stellte sich heraus, dass dieser den Wagen bereits am 19. September an einen Mann aus Köln verkauft hatte. Der Erwerber des grauen Audi 80 (Kennzeichen EU-T 515) hat den Wagen allerdings nicht umgemeldet.
Am 09. Oktober ist das Auto in Köln-Mülheim bereits im Zusammenhang mit einem Aggressionsdelikt aufgefallen. Die Polizei sucht nun den Fahrer des Fahrzeuges. Hinweise nimmt das Verkehrskommissariat 62 unter Tel: 0221 / 229-0 entgegen.

Der Leiter der Direktion Verkehr, Leitender Polizeidirektor Helmut Simon: „Das Unfallgeschehen vom Wochenende zeigt deutlich, dass wir in der Verkehrssicherheitsarbeit und auch mit unseren Kontrollen nicht nachlassen dürfen. Nur so können wir Unfallzahlen reduzieren und verhindern, dass Menschen im Straßenverkehr schwer verletzt oder gar getötet werden.“ (de)



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