Gewinnbenachrichtigungen

Sie öffnen Ihre Post und lesen: „Sie haben gewonnen. Ihre reservierte Gewinnsumme beträgt € 25.000,00 Euro in bar. Bitte rufen Sie sofort die Telefon-Nummer 0900-8………. an, nur so sichern Sie sich Ihren Bar-Anteil-Gewinn. Die Sache ist wirklich sehr eilig“.

Geldscheine

Die Masche ist einfach und wäre eigentlich bei genauer Betrachtung durchschaubar: Mit amtlich wirkenden Briefen und E-Mails fordern kommerzielle „Gewinn-spielbetreiber“ ihre Opfer auf, ganz schnell eine teure Telefonnummer eines Mehrwertdienstes anzurufen , um einen angeblichen Gewinnanspruch zu sichern. Tatsächlich rufen viele Menschen diese Telefonnummer an und werden zunächst in lange Warteschleifen eines Call-Centers mit Musik und Ansagen und dann in Gespräche verwickelt, die in der Regel nur ein Ziel haben. Den Anrufer so lange wie möglich in der Leitung zu behalten, damit hohe Telefongebühren anfallen!

Nicht selten werden Gebühren von € 1,86/Minute berechnet, die dann mit der Telefonrechnung eingezogen werden. Es gibt Opfer, die auf diese Weise zwischen 20 und 400 Euro vertelefoniert haben. Die Gespräche enden meist mit dem Hinweis: „Sie hören von uns“. Doch darauf kann der vermeintliche Gewinner lange warten. Die Absenderangaben des Gewinnspielbetreibers sind meist nicht klar erkennbar. Bei der Post angemietete so genannte Aktions-Postleitzahlen verschleiern oft den wahren Absender, da die häufig falschen Zusatzangaben, wie Straßen und Orte, für den Postversand nicht von Bedeutung sind. Aus dem Kleingedruckten der Gewinnbriefe wird bei genauem Lesen erkennbar, dass lediglich ein Gewinn-Anteil erworben werden kann. Meist wird darauf hingewiesen, dass anteilige Kleingewinne ohnehin nicht ausgezahlt werden, so dass außer eines teuren Telefonats nur einer der Gewinner ist. Der Betreiber des Unternehmens.

Tipps für Sie und Ihre Angehörigen:

  • Briefe von unbekannten Firmen mit angeblich hohen Gewinn-Ankündigungen und der Aufforderung, umgehend eine teure Telefon-Nummer zu wählen, sind unseriös! Wäre es so einfach, Geld zu gewinnen, dann wäre der Anbieter schnell zahlungsunfähig. Schonen Sie Ihre Nerven und Ihre Telefonrechnung. Finger weg vom Telefon!
  • Lesen Sie das Kleingedruckte genau durch und überlegen Sie kritisch, ob nicht von vornherein Tricks vorhanden sind, die den angekündigten Gewinn so reduzieren können, dass er nicht zur Auszahlung gelangt.
  • Behandeln Sie diese Briefe als Werbung und werfen Sie sie am besten sofort weg.
  • Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn abzufordern – auch keine Telefonkosten.
  • Das “Gesetz zur Bekämpfung des Missbrauchs von Mehrwertdienste- rufnummern” gibt Ihnen als Nutzer einen stärkeren Schutz vor Missbrauch.
    Sie können über die Bundesnetzagentur (http://www.bundesnetzagentur.de)
    erfahren, bei welchem Netzbetreiber die entsprechende Rufnummer
    geschaltet ist.
  • Sind Sie bereits Opfer geworden, weil Sie sich durch ein teures Telefonat haben hereinlegen lassen, so wenden Sie sich bei Verdacht eines Betruges oder einer sonstigen Straftat an die Polizei und/oder die Verbraucherzentrale.

Weitere Informationen erhalten sie auch in Ihrem Bürgerbüro der Polizei „Safe & Co“ am Marktplatz in Rheine. Ihr Ansprechpartner ist KHK Guido Wilke, Telefon: 05971/938-1381.


Kreispolizeibehörde Steinfurt

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