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Polizist und Künstler
Der 31-jährige Uwe Braunschweig setzt mit einer speziellen Fototechnik Polizeifahrzeuge in Szene. Seine Fotoserie „(K)Nights“ widmete er ursprünglich als Abschiedsgeschenk seinem Dienstgruppenleiter, doch daraus ist längst mehr geworden.
„(K)Nights“
In seiner Fotoserie „(K)Nights“ – Ritter der Nacht – stellt der Polizist und Künstler Streifenwagen bei Nacht dar.
Die Straßen sind oft menschenleer und verlassen. Nur der Streifenwagen erhellt mit seinem blauen Blinklicht die Nacht. Braunschweig verbindet speziell den Wachdienst mit einer Art von „Ritterlichkeit“.
Freund und Helfer
„Der Polizist als Freund und Helfer mit Uniform und Streifenwagen, als ,eiserne Rüstung‘ hat etwas ‚Ritterliches’“, assoziiert der Neusser Kollege. Seine Bilder vermitteln das Gefühl von Kraft und Schnelligkeit. Sie wirken faszinierend und spannungsgeladen. Aber die Polizeifahrzeuge nehmen dem Betrachter die Anspannung und vermitteln etwas Vertrautes. „Polizei passt in der Nacht auf die Menschen auf.“
Kleine Dinge bewegen den Alltag
„Durch die Fotografie habe ich gelernt, meine Umwelt bewusster wahrzunehmen und mich auch für kleine, scheinbar unwesentliche Dinge zu interessieren“, erklärt der Kommissar. Auch im Dienst sei diese Einstellung wichtig. Über die digitale Bildbearbeitung habe er zudem sein räumliches Vorstellungsvermögen und seine Kreativität entfalten können.
Schnell und cool
Uwe Braunschweig fotografiert in Wirklichkeit keine rasenden Streifenwagen, sondern stehende Fahrzeuge in einer nächtlichen Kulisse. Mit „Digitalen Composings“ macht er diese dann zu Kunstobjekten. Rasant, schnell und ziemlich „cool“ wirken sie erst durch die spezielle Technik. Sandwich aus Dias Braunschweig arbeitet hauptsächlich mit der DRI- (Dynamic Range Inscrease) Methode. Dazu erstellt er zunächst eine Belichtungsserie von einer Szenerie, das sind in dem Fall Streifenwagen vor einer Kulisse. Dadurch entstehen total unter-, als auch vollkommen überbelichtete Fotos.
Alle Bilder legt der „Künstler“ dann am PC auf Ebenen übereinander. Diesen Teil der Technik vergleicht Braunschweig mit einem „Sandwich aus mehreren Dias“. Anschließend entscheidet er, welche Bereiche von den Fotos zu sehen sein sollen und welche nicht. So gelingt es dem Fotografen, von den dunklen als auch von den hellen Bildbereichen ein korrekt belichtetes Foto zu erstellen. Mit entsprechenden „Effektfiltern“ malt er dann die Bewegungsdynamik in das Bild hinein. Viel Zeit für das Hobby Der Polizist und Künstler erklärt, dass die
Aufnahmen selbst nur circa eine Stunde dauern, aber bis zu dem fertigen Bild oft 10 bis 15 Stunden vergehen.
„Ich fotografiere mit Leidenschaft und dafür opfere ich gern meine Freizeit“, schwärmt Braunschweig.
Vorbild für den Sohn
Von seiner Frau und seinem Sohn bekommt Braunschweig „volle Unterstützung“. Zusammen mit ihnen lebt er in
Neuss. Für den 5-Jährigen ist sein Vater längst zum Vorbild geworden. Er will später unbedingt "Motorradpolizist“ werden.
Nadine Perske








